Kapitel 1 im literakustischen Advent
Jede Geschichte braucht einen Anfang. Manchmal ist dann der weitere Weg das Ziel, die auf- und die abtretenden Charaktere, die Sprache, die Szenen, die Gefühle, die man durch die Seiten hindurch erleben darf. Manchmal blättert man atemlos auf das Finale zu, die Tragödie, das Happy End, das Crescendo, was einen noch tagelang im leicht aus dem Takt geratenen Herzschlag begleitet. Es gibt gute Geschichten, schlechte Geschichten. Geschichten, die sich wie verschwendete Zeit anfühlen. Es gibt Geschichten, für die man einiges geben würde sie noch einmal zum ersten Mal erleben zu dürfen.
Aber eines haben sie alle gemeinsam: Jede Geschichte braucht einen Anfang.
Episodes
15 episodes
24. Türchen
Alle Kinder und Erwachsenen lieben es, lange aufzubleiben und ein Festessen zu veranstalten, wenn es einen Anlass dazu gibt.
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5:43
22. Türchen
An einem dieser seltenen warmen Tage Mitte März, wenn der Schnee in New Hampshire zu schmelzen beginnt und in Matsch übergeht, fuhr ich nach Boston, wo die Menschen am Hafen entlangspazierten oder auf Bänken saßen und ihr Waffeleis schleckten.
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12:02
21. Türchen
Vorigen Sommer bin ich einmal am See unten gesessen, die kleine Bucht da gleich neben der Straße, wo nie Leute sind, weil es so viele Glasscherben anschwemmt.
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11:29
19. Türchen
Wir sind eine Summe aus Rohren, sind gestapelter Stein, verputzte Mauer, ein Labyrinth aus Wand und Decke, das in unserem Inneren jede Bedeutung verliert, [..]. - [genau genommen ist das gesamte erste Kapitel ein einziger Satz]
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7:28
18. Türchen
Die Geschichte, wie ich sie kenne, geht so: Während Dana, unsere Mutter, auf der Fähre nach Longueuil zwischen zwei Brücken zwei Kinder gebar, stieg unser Großvater Maroun einige Kilometer entfernt die Feuertreppe des Seniorenwohnheims New Hope...
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8:35
17. Türchen
[heute mit Special Guest im Studio - und ihr werdet hören, dass der literakustische Advent dieses Jahr eine kleine Herausforderung ist]Ich wurde 1927 auf einer Tanzfläche in Buenos Aires gezeugt.
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18:21
16. Türchen
Auf einem Hausdach aus sonnengebranntem, rötlichem Lehm stehe ich, José Antonio Maria Vaz, in einer schwülen, feuchten Nacht und warte auf den Untergang der Erde.
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15:36
15. Türchen
Ich sah die Heimat eines Gottes auf 26° 28' südlicher Breite und 105° 21' westlicher Länge: eine menschenleere, von Seevögeln umschwärmte Felseninsel weit, weit draußen im Pazifik.
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13:48
14. Türchen
Als der junge Jean-Paul Sartre im Frühling 1929 in der École Normale in Paris erstmals Simone de Beauvoir in die Augen blickt, da verliert er das einzige Mal in seinem Leben den Verstand.
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8:40
13. Türchen
Ich nestelte an meiner Perlenkette und fragte mich, ob ich nicht doch zu elegant für die Party angezogen war, als ich aus dem Taxifenster schaute und Mom sah, die gerade einen Mülleimer durchwühlte.
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7:33